Was sagt die Bibel über das Reden mit Gott?

Inhalt

  • Warum mit Gott reden?
  • Wann kann ich mit Gott reden?
  • Wie kann ich mit Gott reden?
  • Zuhören gehört zum Gespräch dazu
  • Schaffe in deinem Alltag Platz zum Gebet

Warum mit Gott reden?

1. Um Gemeinschaft mit Gott zu haben

Um Beziehungen zu Menschen zu pflegen, sprichst du regelmäßig mit ihnen. Ihr tauscht euch ehrlich aus, wie es euch geht, worüber ihr euch freut, was euch Sorgen macht, wovon ihr träumt und auch über das, was ihr erlebt habt oder für den nächsten Tag geplant habt. So lernt ihr euch immer besser kennen. Die Beziehung wird intensiver und vertrauter. Die Gespräche können stundenlang gehen ohne dass ihr merkt wie schnell die Zeit dabei vergeht.
Mit Gott ist es nicht anders als mit den Menschen, die dir nahe stehen. Wenn du regelmäßig Zeit mit Gott verbringst, wirst du ihn immer besser kennen lernen. Und Gott? Er kennt dich schon jetzt, auch wenn du vielleicht noch nie mit ihm gesprochen hast. In der Bibel steht, er kennt dich so genau, dass er sogar weiß wie viele Haare du auf deinem Kopf hast. (Lukas 12,7) Das wissen die meisten von uns nicht einmal. Das bedeutet also, er kennt dich sogar noch besser, als du dich selbst. Wow! Aber wenn Gott doch schon alles weiß, warum sollte ich dann mit ihm sprechen? Gott sehnt sich nach dieser Gemeinschaft mit dir. So sehr, dass er alles für dich gegeben hat. (Johannes 3,16)

Ich gehöre meinem Liebsten, und sein Herz sehnt sich nach mir.
(Hoheslied 7,11)

Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.
(Jeremia 31,3)

2. Um von Gott zu Empfangen

Gott gibt dir die Wahl, ob du dich für diese Beziehung zu ihm entscheidest, oder ob du ohne ihn lebst. Du hast einen freien Willen. Weil Gott aber Intimität mit dir möchte, wartet mit seinem Eingreifen bis du betest. Durchbrüche mit Gott kommen in deinem Leben erst dann, wenn du diesen Teil übernimmst.

Deshalb wartet der Herr sehnlich darauf, euch zu begnadigen. Er wird sich erheben, um euch sein Erbarmen zu zeigen. Denn der Herr ist ein gerechter Gott. Glücklich ist, wer auf ihn vertraut.
(Jesaja 30, 18-19)

(…) Doch euch fehlt das, was ihr so gerne wollt, weil ihr Gott nicht darum bittet.
(Jakobus 4,2)

Alles worum ihr im festen Glauben bittet, wird Gott euch geben.
(Markus 11,24)

Aber er hat mich erhört, mein Gebet hat er angenommen.
(Psalm 66,19)

Du bist es, der Gebete erhört, darum kommen die Menschen zu dir.
(Psalm 65,3)

3. Damit Frucht hervor kommt

Nur wenn deine Gemeinschaft mit Gott stark ist, kommt Frucht hervor. Aus eigener Kraft passiert das nicht.

Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, der trägt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten.
(Johannes, 15,5)


Wann kann ich mit Gott reden?

Du kannst in jeder Lage und rund um die Uhr mit Gott reden. Egal ob es Tag oder Nacht ist, ob du in der Kirche bist oder auf dem Klo sitzt.

Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt und dankt ihm!
(Philipper 4,6)

Nacht und Tag bittet sie Gott um Hilfe und verbringt viel Zeit im Gebet.
(1. Timotheus 5,5)


Wie kann ich mit Gott reden?

1. Mit dem Gebet das Jesus uns gegeben hat

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe. Wie im Himmel so auf der Erde.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Vergib uns unsere Schuld, so wie auch wir unseren Schuldigern vergeben.
Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. In Ewigkeit.
Amen.

(Matthäus 6,9-13)

2. Im Namen von Jesus

Ich sage euch die Wahrheit: Wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es euch geben.
(Johannes 16,23)

Worum ihr dann in meinem Namen bitten werdet, das werde ich tun, damit durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters sichtbar wird.
(Johannes 14,13)

3. Mit Gottes Wille übereinstimmen

Deshalb dürfen wir uns auch darauf verlassen, dass Gott unser Beten erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, was seinem Willen entspricht.
(1. Johannes 5,14)

Bekennt einander also eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Denn das Gebet eines Menschen, der nach Gottes Willen lebt, hat große Kraft.
(Jakobus5,16)

4. Alleine und zurückgezogen

Er ging auf den Berg um zu beten.
(Markus 6,46)

Dann ging er auf einen Berg, um ungestört beten zu können. Bei Einbruch der Nacht war er immer noch dort, ganz allein.
(Matthäus 14,23)

Jesus aber zog sich immer wieder in die Einsamkeit zurück, um zu beten.
(Lukas 5,16)

David zog sich zurück, um für seinen Sohn zu beten. Er fastete tagelang und schlief nachts auf dem Fußboden.
(2. Samuel 12,16)

Einmal hatte sich Jesus zurückgezogen, um zu beten. Danach sprach ihn einer seiner Jünger an: „Herr, sag uns doch, wie wir beten sollen. Auch Johannes hat dies seine Jünger gelehrt.“
(Lukas 11,1)

Wenn du beten willst, zieh dich zurück in dein Zimmer, schließ die Tür hinter dir zu und bete zu deinem Vater. Denn er ist auch da, wo niemand zuschaut. Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.
(Matthäus 6,6)

Und wenn ihr betet, dann tut das nicht wie die Heuchler! Sie beten gern öffentlich in den Synagogen und an den Straßenecken, um von den Menschen gesehen zu werden. Ich versichere euch: Diese Leute haben ihren Lohn schon erhalten!
(Matthäus 6,5)

Und machte abends noch einen Spaziergang, um nachzudenken und zu beten. Da sah er auf einmal Kamele kommen.
(1. Mose 24,63)

5. In Gemeinschaft mit anderen Gläubigen

Als er das begriffen hatte, ging er zu dem Haus, in dem Maria wohnte, die Mutter von Johannes Markus. Dort hatten sich viele Christen aus der Gemeinde zusammengefunden, um zu beten.
(Apostelgeschichte 12,12)

6. Echt sein

Vor lauter Verzweiflung weinte Hanna hemmungslos. Unter Tränen betete sie.
(1. Samuel 1,10)

7. Mit aller Kraft

Wir selbst aber wollen nach wie vor unsere ganze Kraft dafür einsetzen, zu beten und Gottes Botschaft zu verkünden.
(Apostelgeschichte 6,4)

8. Ausdauernd

Deshalb haben wir seitdem nicht aufgehört, für euch zu beten.
(Kolosser 1,9)

Hört niemals auf zu beten.
(1. Thessalonicher 5,17)

Hört nie auf zu beten und zu bitten! Lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten. Bleibt wach und bereit. Bittet Gott inständig für alle Christen.
(Epheser 6,18)

Wie wichtig es ist, unermüdlich zu beten und dabei nicht aufzugeben, machte Jesus durch ein Gleichnis deutlich.
(Lukas 18,1)

Bald ist das Ende dieser Welt da, an dem alles zu seinem Ziel kommt. Deshalb seid wachsam und besonnen, werdet nicht müde zu beten.
(1. Petrus 4,7)

9. Mit Glauben

Wenn sie im festen Vertrauen beten, wird der Herr den Kranken heilen. Er wird ihn aufrichten und ihm vergeben, wenn er Schuld auf sich geladen hat.
(Jakobus 5, 15)

Betet aber im festen Vertrauen und zweifelt nicht; denn wer zweifelt, gleicht den Wellen im Meer, die vom Sturm hin- und hergetrieben werden.
(Jakobus1,6)

10. Mit Verstand

Wie verhalte ich mich nun richtig? Ich will beten, was Gottes Geist mir eingibt, aber ich will beim Beten auch meinen Verstand gebrauchen. Ich will Loblieder singen, die Gottes Geist mir schenkt, aber ebenso will ich beim Singen meinen Verstand einsetzen.
(1. Korinther 14, 15)

11. Loben/ Danken/ Bitten/ Fürbitten/ Klagen

Leidet jemand unter euch? Dann soll er beten! Hat einer Grund zur Freude? Dann soll er Gott Loblieder singen.
(Jakobus 5,13)

Jedes Mal wenn wir für euch beten, danken wir Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus.
(Kolosser 1,3)

Höre ich nicht auf, Gott dafür zu danken. Jedes Mal wenn ich bete, denke ich auch an euch.
(Epheser 1,16)

Aber die Gemeinde in Jerusalem hörte nicht auf, für den Gefangenen zu beten. (Apostelgeschichte 12,5)

Wenn jemand von euch merkt, dass ein anderer Christ eine Sünde begeht, die nicht zum Tod führt, soll er für ihn beten. Dann wird Gott diesem Menschen das Leben schenken.
(1. Johannes 5,16)

Doch ich sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen!
(Matthäus 5,44)

Bittet Gott um seinen Segen für die Menschen, die euch Böses tun, und betet für alle, die euch beleidigen.
(Lukas 6,28)

Wir beten für euch. Betet auch ihr für uns, liebe Brüder und Schwestern.
(1. Thessalonicher 5,25)

Wir beten zum Herrn, dass die Liebe zu Gott euer Leben bestimmt und dass ihr standhaft im Glauben an Christus bleibt.
(2. Thessalonicher 3,5)

Und begann zu beten: „Ach Herr, mein Gott, warum tust du der Witwe, bei der ich zu Gast bin, so etwas an? Warum lässt du ihren Sohn sterben?“
(1. Könige 17,20)

12. Hände auflegen

Da fasteten und beteten sie weiter, legten Barnabas und Saulus die Hände auf und sandten sie zum Missionsdienst aus.
(Apostelgeschichte 13,3)

Als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie. Sie beteten in fremden Sprachen und redeten, was Gott ihnen eingab.
(Apostelgeschichte 19,6)

13. In Sprachen

Ich bin Gott dankbar, dass ich mehr als ihr alle in unbekannten Sprachen rede!
(1. Korinther 14,18)

Die Glaubenden aber werde ich durch folgende Wunder bestätigen. In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben und in unbekannten Sprachen reden.
(Markus 16,17)

Wer in einer unbekannten Sprache reden, der soll den Herrn darum bitten, dass er sie auch übersetzen kann.
(1. Korinther 14,13)

Wer in unbekannten Sprachen redet, stärkt seinen persönlichen Glauben. Wer aber in Gottes Auftrag prophetisch spricht, stärkt die ganze Gemeinde.
(1. Korinther 14,4)

Also meine Brüder und Schwestern, strebt nach der Gabe, in Gottes Auftrag prophetisch zu sprechen, und hindert keinen, in unbekannten Sprachen zu reden.
(1. Korinther 14,39)

Wenn jemand in unbekannten Sprachen redet, dann spricht er nicht zu Menschen, denn niemand versteht ihn. Er spricht zu Gott, und was er durch Gottes Geist redet, bleibt ein Geheimnis.
(1. Korinther 14,2)

Dabei hilft uns der Geist Gottes in all unseren Schwächen und Nöten. Wissen wir doch nicht einmal, wie wir beten sollen, damit es Gott gefällt! Deshalb tritt Gottes Geist für uns ein, er bittet für uns mit einem Seufzen, wie es sich nicht in Worte fassen lässt.
(Römer 8,26)


Zuhören gehört zum Gespräch dazu

Ein Gespräch besteht nicht aus einem Monolog. Wenn immer nur du redest, hat dein Gegenüber keine Chance dir was mitzuteilen. Nimm dir bewusst Zeit um zu hören, was Gott dir zu sagen hat.

Herr, mein Gott, wende dich mir zu und antworte mir! (…)
(Psalm 13,4)

Antworte mir, Gott, wenn ich zu dir rufe! (…)
(Psalm 4,2)

Der Herr sagt: „Mein Volk stecht tief im Elend. Sie suchen Wasser, aber finden keins. Vor Durst klebt ihnen die Zunge am Gaumen. Doch ich, der Herr, antworte auf ihre Hilfeschreie. Ich bin der Gott Israels und lasse mein Volk nicht im Stich.“
(Jesaja 41,17)


Schaffe in deinem Alltag Platz zum Gebet

Finde in deinem Alltag Zeit zum Beten. Wenn dein Tag mit Terminen voll gestopft ist, oder du dazu neigst, dich von anderen Dingen aufhalten zu lassen, kannst du dir bewusst einen Termin als „Date“ mit Gott im Kalender eintragen, so wie du es auch bei der Arbeit oder mit Freunden machen würdest.

Wo kannst du dich am Besten auf Jesus konzentrieren? In der Straßenbahn wirst du vermutlich leichter abgelenkt sein als zu Hause auf dem Sofa. Finde einen geeigneten Ort für dich, an dem du dich wohl fühlst und deine Konzentration voll auf Gott richten kannst.

Lege alle Ablenkungen beiseite. Schalte dein Handy aus und verwende anstelle einer Bibel – App zu Hause deine Bibel in Buchform.

Lerne, was du beten kannst. Wenn du lange Zeit überlegst was du beten kannst, besteht die Gefahr, dass deine Gedanken abdriften. Schreibe dir eine Liste mit Punkten, die du in deiner Gebetszeit zur Hand nehmen kannst. Wenn du später alles in deinem Kopf hast und es nicht mehr passiert, dass du durch deine eigenen Gedanken abgelenkt wirst, kannst du dich im Gebet nur noch vom Heiligen Geist leiten lassen.
Hier sind ein paar Beispiele wofür du beten kannst:

  • Um Offenbarung von Gott über sein Wort, wer er ist und wer du in ihm bist
  • Er Licht und Leben für dich ist
  • Menschen eine Begegnung mit Gott haben
  • Deine Stadt, Familie und Freunde
  • Kraft
  • Gottes Weisheit
  • Gottes Charakter in dir
  • Seine Ideen deine werden
  • Beziehe sein Wort in dein Gebet ein

Mach dir vor dem Beten bewusst, mit wem du sprichst. Gebet ist keine Aufgabe die du abarbeiten musst, um einen Haken auf deiner Todo-Liste zu setzen, sondern ein Gespräch mit dem heiligen Gott. Ist es nicht ein Privileg, mit ihm reden zu dürfen?

Dann aber werde ich dafür sorgen, dass alle Völker zu mir umkehren. Sie werden nie mehr die Namen ihrer Götzen in den Mund nehmen, sondern von nun an zu mir, dem Herrn, beten und mir einmütig dienen.
(Zefanja 3,9)

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